Projekte

2026

Mahd vs Beweidung im Wald

Die WSL untersucht die Auswirkungen von Mahd und Beweidung in halboffenen Wäldern auf die Biodiversität. Ich durfte die Tagfaltererhebungen in je drei Gebieten im 2025 und 2026 ausführen. Um statistisch belastbare Daten zu erheben wurde in jedem Gebiet 3 100m lange Transekte gelegt und die Tagfalter mithilfe der Methode des BDM erhoben. 

Meine persönliche Erkenntnisse:

  • Halboffene Wälder haben eine sehr hohe Betadiversität. Die verschiedenen Wäder waren sehr unterschiedlich, aber auch Transekte innerhalb des gleichen Waldes waren zum Teil komplett anders.
  • Halboffene Wälder sind die perfekten Vernetzungs-Elemente. Es fühlen sich Offenland-Arten wie auch Wald-Arten zu Hause. Unter anderem fand ich eine sehr starke Population vom Magerrasen-Perlutterfalter (Boloria dia) in einem der Wälder.
  • Halboffene Wälder taugen nicht nur um die Landwirtschaft Klimwandel-Resistent zu machen (Agroforst) sondern sind auch im Naturschutz eine wertvolle Ergänzung.

Erhebung der UZL Vögel im Rahmen von ZiBiF Wirkungskontrolle

Von 2020 bis 2027 läuft im Kanton Zürich ein Ressourcenprojekt, mit dem die Biodiversität auf landwirtschaftlichen Flächen zielorientiert gefördert wird. Die Prinzipien dieser Zielorientierten Biodiversitäts Förderung werden in einem Video gut erklärt. Im Rahmen einer Wirkungskontrolle hat Orniplan die Vogelarten der Umweltziele Landwirtschaft auf 29 Betrieben im Kanton Zürich erhoben.

In diesem Zusammenhang habe ich die schönsten Flecken rund um Hinwil besuchen dürfen.

Abklärung Schutzwürdigkeit Waltensteinerried

Beim Waltensteinerried liegt die Bauzone nahe am Naturschutzgebiet. Es stellt sich die Frage, ob der Bau von Gebäuden den Wasserhaushalt vom Ried verändert. Zudem muss abgeklärt werden, ob die bebauten Flächen an und für sich schutzwürdig sind und damit ersatzpflichtig. Hierbei dufte ich Planikum AG unterstüzen. Ich habe die Vegetation, Libellen und Tagfalter aufgenommen. Die Vegetation wurde nach Delarze kartiert. Innerhalb der kartierten Vegetationseinheiten wurde zudem auf einer Fläche von 10m2 eine vollständige Vegetations-Aufnahme gemacht und die durchschnittlichen Zeigerwerte ausgewertet.

Biodiversitätsmonitoring Schweiz und Graubünden

In der schweiz gibt es mehrere Biodiversitäts-Monitorings. Das WBS untersucht die Entwicklung in den Biotopen nationaler Bedeutung. Das ALL-EMA untersucht die Entwicklung in der schweizerischen Agrarlandschaft. Schliesslich untersucht das BDM die Entwicklung in der gesamten Schweiz unabhängig von Nutzung und Schutzstatus. Für letzteres habe ich wie in den vorherigen Jahren im Auftrag von Hintermann und Weber beim Tagfalter monitoring mitgearbeitet und zwei Gebirgstransekte und ein Flachlandtransekt übernommen. Zudem gibt es im Kanton Graubünden eine Verdichtung der Flächen. Hier konnte ich zusätzlich eine Gebirgsfläche bearbeiten.

Biotoptypenkartierung Zürich

Zürich hat das politische Ziel 15% ökologisch wertvolle Fläche auf dem Stadtgebiet einzurichten. Um den Vortschritt zu messen wird ab 2026 alle vier Jahre die Vegetation auf dem gesamten Stadtgebiet nach einem eigens an die gegebenheiten der Stadt Zürich angepassten Schlüssel kartiert. Diese Arbeit durfte ich im Umfang von 30 Tagen im Auftrag von Planikum AG unterstützen.

Welches ist die schönste Brache in ganz Uster

Der Verein Blühpatenschaften in Uster fördert Buntbrachen und andere summende und blühende Orte. Um die Sichtbarkeit der schönsten Flächen zu erhöhen hat er einen Wettbewerb für die schönste Brache organisiert. Ich unterstützte in der Jury. Wir haben die einzelnen Flächen mithilfe des Brachen-Beurteilungs-Merkblatts von agridea bewertet.