Ersatzprogramm für Mohrenfalter in Grindelwald

Geplant waren Mohrenfalter in Grindelwald, doch das Wetter hat uns einmal mehr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bis zuletzt wollten sich die Meteorologen nicht festlegen was genau am Wochenende passiert. Schliesslich entschied ich ins Wallis zu gehen.

Nach einem regnerischen Empfang und einer Trocken-Übung im Hotel fahren wir per Mobility ins Zwischenberg-Tal und finden tatsächlich Sonne! Hier am Alpen-Südhang ist die Artenvielfalt jedoch nicht mit dem Wallis vergleichbar. Fehlende Beweidung in kombination mit dem feuchten Klima führen vielerorts zu einer sehr dichten Grasschicht und kaum Blumen. Trotzdem sichten wir eine Art, die ich noch nie gesehen habe: eine Fransenfledermaus.

Am Sonntag ist das Wetter besser und ich entscheide mich für Zermatt. In eindrücklicher Umgebung durschreiten wir viele Höhenstufen und entdecken trotz fortgeschrittener Saison eine Art nach der anderen.

Mit 50 Arten und vielen Eindrücken gehen nach diesem Week-End alle zufrieden nach Hause!

Das Weissbindige Wiesenvögelchen kann im Tessin in gebüschreichen Wiesen recht häufig sein. Fehlt aber fast vollständig im Wallis. Nur dank unserem Ausflug auf die Süd-Seite des Simplons haben wir es gesehen.

Im Gegensatz dazu ist der Bündner Scheckenfalter nur in den Zentralalpen im Wallis und Graubünden zu finden.